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  • arminsalzmann

Kohlkombinat Rundbrief 8.12.2020

Einige von euch haben letzte Woche den Kopf geschüttelt, und sich gefragt was das den für eine Rübe da in der Erntekiste ist...... Das war Absicht, denn wir wollten mal sehen, ob wir einige 100-jährige unter uns haben, die die Kohlrübe noch aus der Nachkriegszeit nach dem 1. und 2. Weltkrieg kennen.


Stattdessen haben einige jüngere bei uns nachgefragt, was sie mit dieser komischen Kohlrübe - auch Speckrübe genannt – anfangen sollen.


Die Kohlrübe, oder besser Speckrübe, hat eigentlich keinen Geschmack und ist im Gegensatz zu anderem Gemüse keine Solofrucht, die einen Eigengeschmack besitzt, sondern sie ist eine Füllfrucht und ist in der Lage, jeden Geschmack anzunehmen, zu dem sie mit verkocht wird.


Das kennen die Koch Fans unter uns vom Speck, der ja auch keinen Geschmack hat, der aber jeden Geschmack annimmt, zu dem man ihn beimischt oder mit verkocht.


Deshalb der Name Speckrübe, weil die Rübe sich verhält wie Speck, Solo schmeckt sie gar nicht, aber wenn man sie wo immer auch einschneidet und mitverkocht, dann macht sie das Gericht fülliger und besser.


Wenn ihr also diese wunderschöne Rübe mit Kartoffeln kocht, schmeckt sie wie eine Kartoffel, nur feiner. Dasselbe gilt für Sellerie und allem anderen Gemüse, zu dem man die Speckrübe hinzugibt.


Sie war vor allem in den Nachkriegsjahren sehr bekannt und weit verbreitet, da sowohl Kartoffeln und vieles andere Gemüse damals Mangelware, und auch sehr teuer war, und die Speckrübe zu allem was auf dem Herd war, hinzu gemischt werden konnte. Ein paar Kartoffel und eine Steckrübe im Topf war dann genug auf dem Teller für Papa, Mama uns locker noch für 2-4 Kinder.


In den letzten Jahren hat die Gourmetküche die Speckrübe entdeckt. Und dieses Mal nicht als Beilage oder Füllfrucht, sondern als Hauptgang. So wird nicht mehr der Sellerie oder die Kartoffel serviert, sondern die gekochte Speckrübe, die den Sellerie und Kartoffelgeschmack angenommen hat.


Die Speckrübe hat im Gegensatz zum Sologemüse einen sehr viel feinen Geschmack.

Das Auge sieht dann eine Kartoffel, die aber wie eine Zwiebel schmeckt, oder wie eine Möhre.


Gekocht wird sie wie alles andere Wurzelgemüse, also in kleine Stücke schneiden oder Scheiben mit Salzwasser oder in Gemüsebrühe.


Die Kohlrübe ist übrigens sehr haltbar, im Kühlschrank oder im kühlen Keller bzw. Vorratsraum hält sie locker 3 Monate.


Grundsätzlich ist das Gemüse, das ihr über den Winter bekommt, sehr haltbar und lange lagerfähig.


Das Sommergemüse sollte dagegen innerhalb einer Woche aufgebraucht, verwertet oder gegessen werden.


Das ist bei Wintersorten von Kartoffeln, Karotten, Kraut, Sellerie usw. anders.


Da kann man sich mit dem Verzehr Zeit lassen. Halbwegs kühl gelagert hält dieses Gemüse Wochen lang, so dass ihr nicht alles innerhalb einer Woche verwerten müsst.


Übrigens, und ganz wichtig, diese Woche gibt es zum letzten Mal einen Kopfsalat, der aus dem Gewächshaus kommt und aufgrund der geringen Lichtverhältnisse nicht so gut wächst wie der auf dem Acker draußen im Sommer.


Salat braucht, damit er schön groß und fest wird, mindestens 10 Stunden Licht am Tag und angenehme Temperaturen, wenn möglich wie in Italien.


Ich erzähle meinem Salat immer, dass er eigentlich in Italien ist, und das nur das Wetter gerade nicht so gut ist, und dass ich ihm gerne beim Wachsen zuschaue.


Der Salat überlegt dann meistens kurz und will dann zeigen, dass er richtig was draufhat, und dass ihm das Wetter hier aber schon gar nicht vom Wachsen abhalte kann.Jetzt aber im Dezember haben wir es nicht nur kalt, sondern auch nur 6 bis 7 Stunden Licht und viele Wolken und Nebel. Der Salat wächst deshalb trotz allem guten Zureden leider nur sehr langsam vor sich hin und es ergibt sich auch kein schöner voller Kopf. Da er in nächster Zeit auch nicht viel größer wird, und eh schon länger zu euch auf den Teller will, haben wir jetzt die Erlaubnis bekommen ihn

abzuernten.


Wir packen den jetzt für euch in die Erntekiste, damit das Gewächshaus leer wird und wir dann den Feldsalat reinsetzen können.


Apropos Feldsalat: Ab nächster Woche bekommt ihr den Feldsalat aus dem Gewächshaus, den wir schon vor 2 Monaten gesetzt haben, und wenn alles gut geht, ist er dann bis März jede Woche in der Gemüsekiste.


Einige haben uns auch gefragt, was denn sonst noch an Gemüse im Winter geliefert wird.


Da ist wie gesagt zum einen der Feldsalat, der frisch aus dem Gewächshaus kommt.

Dann gibt es Rosenkohl und Grünkohl, die noch auf dem Acker stehen und frisch geerntet werden.


Darüber hinaus haben wir den ganzen Winter über Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Sellerie, Weißkraut, Blaukraut, Wirsing und ein wenig Obst und nicht zu vergessen die Speckrüben.


Damit wären wir wieder mal bei unserer Erntekiste und der Verteilung zum Donnerstag Ihr könnt wieder unter 12 Abholstandorten wählen, wo und wann ihr eure Erntekiste abholen wollt.


(1) ab 14:00 Uhr beim Bioland Gartenbau Armin Salzmann auf dem Hof, Gablinger Weg 111,

(2) ab 15:00 Uhr bei Familie Gerstmayer in der Füssener Str. 70 in Königsbrunn,

(3) ab 15:15 Uhr bei Michael Arlt in Haunstetten, in der Leustraße 14,

(4) ab 15:30 h beim Olivenbauer in der Gögginger Straße 74,

(5) ab 15.45 Uhr bei Heiko Seckinger, im Bärenkeller, am Täfertinger Weg 40 b, ,

(6) ab 16:00 h bei der Tante Emma, in der Oberstadt, Am Fischertor 2,

(7) ab 16:15 h bei den Lokalhelden in der Bismarckstraße 10,

(8) ab 16:30 h bei Feinkost Viktualien in der Unterstadt, in der Bäckergasse 4,

(9) ab 16:45 h in der Stadtmitte, auf dem Klimacamp am Rathaus,

(10) ab 17:00 h bei der Gärtnerei Hartmann am Westfriedhof,

(11) ab 17:00 h bei Pablo Mohr in Hochzoll, Ortler Straße 67,

(12) oder am Samstag ab 10:00 Uhr auf dem Markt, an der Kirche im Bärenkeller,

Bitte meldet euch auch diese Woche wieder und gebt Bescheid, wo ihr Eure Kiste abholen wollt bzw. an welcher Abholstation wir sie abstellen sollen.


Wenn wir nichts von euch hören, dann stellen wir die Erntekiste wieder am selben Platz ab wie die Woche davor.


Es gibt noch Apfelsaft, ihr könnt den gerne bestellen und wir packen ihn dann mit in die Erntekiste.


Der naturtrübe Apfelsaft für 2,50 Euro pro 1 l Flasche.

Der Quittensaft für 4 Euro pro 1 l Flasche

Die Kartoffeln von Thomas Hefele, Preise: 1 kg 1,20 €, 2,5 kg Tüte 3,00 €, 12,5 kg Sack zu 15,00 €

Honig ebenfalls von Thomas Hefele. Das 250 g Glas kostet 4,00 € und das 500 Gramm Glas 7,50 €.


In die Erntekiste wird an diesem Donnerstag folgendes Bio Gemüse gepackt.

  • 1 Roter Kopfsalat

  • 1 Sellerie

  • 1 Kürbis

  • 1 Weißkraut

  • 1 Zwiebel

  • 3 Tomaten

  • 2 Äpfel

  • 2 Birnen

  • 1 kg Karotten

  • 1 kg Kartoffel

Für den Kürbis haben wir noch mal ein Rezept, diesmal von der Petra, das findet ihr im Anhang.


Das Rezept geht natürlich auch mit dem Weißkraut, das am Donnerstag in der Erntekiste ist.


Bitte lasst uns an Euren Kochversuchen/Rezepten teilhaben, wir würden uns darüber sehr freuen.


Wir würden gerne noch mehr Abholstellen in allen Augsburger Stadtteilen eirichten, benötigen dazu aber eure Hilfe.


Wir suchen unter anderem noch was in Lechhausen, Oberhausen, Neusäß und Gersthofen.


Wer möchte und Zeit hat, kann auch gerne bei der Vorbereitung und dem Packen der Erntekiste am Donnerstag bzw. am Mittwoch vor den Feiertagen, von 12 bis 16 Uhr hier auf dem Hof mithelfen.


Noch eine wichtige Info:


Die Verteilung und die Abholung der Erntekisten vor Weihnachten und vor Silvester,

ist für beide Male schon am Mittwoch.


Abholung vor Weihnacht, am Mittwoch den 23.12.


Abholung vor Silvester, am Mittwoch den 30.12.


Zum Schluss noch eine kurze Vogelkunde:

Der Adler rüttelt und schüttelt ganz fest sein Nest, damit sein Junges endlich fliegen lernt.


Was lernen wir daraus:

Wenn du gerade in Schwierigkeiten und Problemen steckst und so richtig durchgeschüttelt wirst, stehts du wahrscheinlich gerade vor deinen größten Möglichkeiten, also lass los, raus aus dem gewohnten, und rein ins Abenteuer von was ganz Neuem.


Nur Mut, das Leben hat mehr für dich bereit als du denkst.


Soviel für heute, dann bis Donnerstag, ich wünsche euch alles Gute und bleibt gesund.


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Weitere Informationen findet ihr auf: www.kohlkombinat.de

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